Roaming im Ausland – wann wird es teuer?

RoamingWer mit dem Smartphone ins Ausland reist, möchte natürlich weiterhin telefonieren, Nachrichten verschicken und das Internet nutzen. Dabei begegnet uns der Begriff Roaming.

Roaming bedeutet, dass sich das Smartphone im Ausland mit dem Mobilfunknetz eines dortigen Anbieters verbindet. Der eigene deutsche Mobilfunkanbieter rechnet die Nutzung anschließend mit uns ab.

Innerhalb der EU ist Roaming meistens unkompliziert

Innerhalb der Europäischen Union gilt grundsätzlich das Prinzip „Roam like at Home“. Das bedeutet: Telefonieren, SMS schreiben und mobiles Internet können weitgehend so genutzt werden wie zu Hause.

Die EU-Regelung gilt außerdem für Island, Liechtenstein und Norwegen. Seit dem 1. Januar 2026 gelten die europäischen Roaming-Regelungen auch für Moldau und die Ukraine.

Wer beispielsweise in den Niederlanden, Frankreich, Italien oder Spanien Urlaub macht, muss deshalb normalerweise keinen besonderen Auslandstarif buchen.

Allerdings können bei sehr intensiver oder dauerhafter Nutzung im Ausland sogenannte Fair-Use-Regelungen greifen.

Achtung: Europa ist nicht gleich EU

Ein häufiger Irrtum besteht darin, anzunehmen, dass die EU-Roaming-Regelung überall in Europa gilt.

Das ist nicht der Fall. Beispielsweise gehören die Schweiz und Großbritannien nicht zur EU-Roaming-Zone. Einige deutsche Mobilfunkanbieter behandeln diese Länder trotzdem freiwillig ähnlich wie EU-Länder – andere nicht oder nur bei bestimmten Tarifen.

So zählt die Telekom beispielsweise bei vielen aktuellen Tarifen die Schweiz und Großbritannien zur eigenen EU-Roaming-Zone. Bei O2 gehört die Schweiz dagegen zu einer anderen Roaming-Zone; Großbritannien wird dort derzeit noch bis Ende 2026 wie die EU-Zone abgerechnet.

Deshalb sollte man sich auch bei Reisen innerhalb Europas vorher informieren.

Außerhalb der EU können hohe Kosten entstehen

Bei Reisen beispielsweise in die USA, Kanada, Türkei, Ägypten, Thailand, Australien oder Japan gilt die EU-Regelung nicht.

Dann können zusätzliche Gebühren entstehen für:

  • mobiles Internet,

  • ausgehende Telefongespräche,

  • teilweise auch eingehende Gespräche,

  • SMS und

  • das Abhören der Mailbox.

Besonders teuer kann die Nutzung mobiler Daten werden. Schon Hintergrundaktivitäten des Smartphones können Daten übertragen, ohne dass wir selbst bewusst im Internet surfen.

Was Sie tun müssen?

Dies erkläre ich in einem Workshop “Ich habe da mal eine Frage” am 18. Dezember (10-12 Uhr)

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