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Messenger im Vergleich

Seit einigen Jahren verwenden wir eigentlich nur noch im äußersten Notfall eine SMS, die etwas kostet. Vielmehr greift man zum Messenger, der über das WLAN kostenlos einen Chat mit Freunden und Bekannten ermöglicht und über den man sogar Fotos und Videos austauschen kann. Doch welcher Messenger ist der richtige?

WhatsApp

WhatsAppDie meisten meiner Freunde und Bekannten verwenden WhatsApp. Die App ist sehr schnell eingerichtet und lässt sich leicht bedienen. Man trägt die Telefonnummer in die Kontaktdaten ein und kann nun sofort über WhatsApp Nachrichten versenden. Der Gegenpart muss das nur kurz genehmigen und schon kann es losgehen. Allerdings gibt es Sicherheitsbedenken – und das nicht erst jetzt. 

WhatsApp gehört zu Facebook – der Konzern ist dafür bekannt, dass Daten gesammelt werden und das geht auch nach der neuen Europäischen Datenschutzverordnung, denn Sie haben dem zugestimmt, wenn Sie WhatsApp nutzen möchten.
Das bedeutet, dass ein Nutzerprofil erstellt wird und der Konzern Facebook somit genau weiß, was Sie gerne machen, wo Sie leben, wer Ihre Freunde sind etc. 

Aber: es gibt durchaus Alternativen zu WhatsApp:

Threema - der Messenger aus der Schweiz

Threema Messenger

Threema ist eine App aus der Schweiz und besonders sicher, denn die Schweiz hat eines der strengsten Datenschutzgesetze der Welt. Nichts wird irgendwo gespeichert und es gibt eine Verschlüsselung, die besonders gut greift. Man kann in gewohnter Weise miteinander kommunizieren. Es gibt sogar die Möglichkeit, Abstimmungen durchzuführen und Bilder und Videos zu versenden.

Etwas ungewohnt ist der Zugang: 

Die Verbindung kommt nicht über die Kontakte auf Ihrem Smartphone zustande, sondern über eine Benutzer-ID. Diese geben Sie an die Kontakte weiter, mit denen Sie kommunizieren möchten.
Die Nutzung der App kostet einen kleinen einmaligen Betrag.

Signal

SignalSignal ist eine sehr sichere App und dazu noch kostenlos. Sämtliche Kommunikation ist mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesichert. Zudem gibt es keinen Cloudspeicher und man kann einstellen, dass Nachrichten nach einer Weile automatisch gelöscht werden. Die App ist nur für iOS und Android verfügbar. Allerdings gibt es zusätzlich noch einen Desktop-Klienten, sodass Sie auf am Computer auf Ihre Nachrichten zugreifen können.
Dafür bietet Ihnen die Open-Source-App eine Vielzahl an Funktionen: Sie können Gruppen erstellen und alle möglichen Dateien versenden. Dazu gehören sogar Standortübermittlung und das Versenden von Kontakten. 
So liest Signal zwar die im Telefon gespeicherten Kontakte aus, diese werden aber nicht auf dem Server verarbeitet. Sie können bequem über die App Anrufe per Voice-over-IP und Videoanrufe tätigen. Zudem ist es möglich, Sprachnachrichten zu versenden – und auch diese sind verschlüsselt. Signal ist DSGVO-konform.

Ein entscheidender Nachteil ist, dass Sie Ihre Daten von WhatsApp nicht einfach in Signal importieren können. Sie müssen neue Chats anfangen. In WhatsApp gespeicherte Daten können Sie sich aber über ein Backup oder einen Ausdruck sichern. Außerdem sollten Sie natürlich auch Ihre Kontakte über Ihren Umzug zu Signal informieren und diese vielleicht auch um einen Wechsel bitten. Denn: Was bringt Ihnen ein neuer Messenger, wenn Sie niemanden zum Chatten haben?

Telegram

TelegramIn letzter Zeit haben sich noch weitere Alternativen zu WhatsApp durchgesetzt. Dazu gehört auch Telegram, ein Messenger aus Russland. 

Berühmt-berüchtigt ist Telegram vor allem dafür, dass sich dort auch Terroristen, Corona-Leugner, Rechtsextreme Verschwörungstheoretiker und Kriminelle wohl fühlen. Des Weiteren ist der Messenger allerdings auch dafür bekannt, dass Regimekritiker in autoritären Staaten wie Belarus sich dort vernetzen und organisieren.

Das Entscheidende ist allerdings, dass die Daten auch auf einem (russischen) Server gespeichert werden, was bei Threema und Signal nicht der Fall ist! Aus diesem Grund würde ich selbst Telegram nicht verwenden, aber das müssen Sie natürlich selbst entscheiden.

Fazit

Es ist ja auch so bequem mit WhatsApp, zudem sind ja schon alle dabei! Aber sicher ist WhatsApp nicht wirklich. Das gleiche gilt natürlich auch für den Messenger von Facebook. Es lohnt sich also durchaus, mal mit Freunden, Bekannten und Verwandten zu überlegen ob man auf ein anderes Programm ausweichen möchte. 
Ich persönlich verwende verschiedene Messenger für verschiedene Kontakte.

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